Andacht zur Monatslosung für September

 

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lk 13,30 (L)

 

 

Wer hat nicht schon mal hinten in der Warteschlange angestanden und sich nichts mehr gewünscht als vorne zu sein. Und insgeheim nicht nur in der Warteschlange sondern vielleicht auch im Leben? Ganz oben mitmischen, richtig viel Geld verdienen und Macht haben. Auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sich alles leisten können. Gutes und gesundes Essen, die beste Versorgung und Pflege im Alter. Eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

 

Aber es gibt auch die Menschen auf der Schattenseite des Lebens. Deren Arbeitskraft nicht mehr gebraucht wird, deren Einkommen nicht mehr ist als ein gerade-über-die-Runden-kommen. Eltern, die nicht wissen, woher sie das Geld für die Schulbücher ihrer Kinder nehmen sollen. Rentner, die Pfandflaschen in den Parks sammeln um die Rente ein bisschen aufzubessern. 

 

Wer aus menschlicher Sicht ganz vorne mitmischt könnte unserem Monatsspruch zufolge ganz hinten landen. Das klingt paradox, nach verdrehten Verhältnissen. Lernen wir nicht schon als Kinder, dass richtiges Verhalten belohnt wird? Wenn wir immer alles richtig gemacht haben, zuverlässig und pünktlich waren - und werden dann doch nicht ins Himmelreich aufgenommen? Ungerecht, könnte man denken. 

Doch wer vor Gott steht, wird nicht nach menschlichen Maßstäben gemessen.

 

Jesus stellt die Wertmaßstäbe dieser Welt für seine Nachfolger auf den Kopf. Wohlstand, Ehre, Wissen und Einfluss sind nicht ausschlaggebend. Weltlicher Erfolg hat nur eine kurze Halbwertzeit und kann durch einen Schicksalsschlag schnell beendet sein. 

 

 

Wer also Erster oder Letzter sein wird, ist nicht durch Dinge oder Taten festgelegt. Für die vielen Menschen in Armut, sind diese Worte Jesu ein großer Lichtblick. Für die, die sich ganz unten in der Gesellschaft sehen, bieten sie Trost.

 

Aber Jesus entbindet uns nicht davon aktiv das Leben zu leben und Entscheidungen zu treffen. Wir sollen uns nicht in unser „Schicksal ergeben“. Sondern immer versuchen ein Teil der Gemeinschaft Jesu zu sein. 

 

Wir sollen uns hinterfragen, was wir tun können, damit es in dieser Welt gerecht, friedlich und fair zugeht. Vielleicht stellen wir uns einfach mal ganz nach hinten in die Warteschlange.

 

Herzlichst 

Steffi Knöß

 

 

 

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Monatsspruch

September 2017

 

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lk 13,30 (L)

 

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