|
Die Glocken der Dietrich-Bonhoffer-Kirche |
|
|
|
Seit 5. Mai 2002 laden in Neuperlach-Süd auch evangelische Glocken zum Gottesdienst ein: Beim zweiten Kirchweihfest der
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche am Dietzfelbingerplatz wurden die neuen Glocken zum ersten Mal geläutet. Geweiht wurden sie in einem
Festgottesdienst am Weißen Sonntag, 7. April 2002, durch Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.
Die Glocken der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche sind im Klang auf das Geläut von St. Maximilian Kolbe abgestimmt und läuten zu unterschiedlichen
Anlässen. Entsprechend ihrer Funktion trägt jede Glocke als Widmung ein "Votum":
Tauf- und Morgenbetglocke (g'', 100 kg):
"Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende"
Vaterunser-, Segens- und Mittagsbetglocke (e'', 150 kg):
"Verleih uns Frieden gnädiglich"
Abendbetglocke (d'', 210 kg):
"Herr, bleibe bei uns"
Sonntags- und Sterbeglocke (h', 300 kg):
"Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit"
Außer zu den Gottesdiensten und zum Einläuten des Sonntags am Samstag um 15 Uhr werden die neuen nach alter Tradition
morgens um 8 Uhr, um 12 Uhr und um 18 Uhr angeschlagen. Allerdings verzichtet die Gemeinde am Samstag und Sonntag aus Rücksicht
auf die Anwohner auf das Morgengeläut. Auch die Turmuhr, die zugleich mit den Glocken an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche angebracht
wurde, schlägt nicht zu jeder Stunde, um auf die Nachbarn Rücksicht zu nehmen.
Gegossen wurden die neuen Glocken am 1. März 2002 in der renommierten und traditionsreichen Gießerei Albert Bachert in der Nähe von Heilbronn.
Eine Abordnung der Laetare-Gemeinde war eigens zum Glockenguß angereist, der nach überliefertem Brauch an einem Freitag um 15 Uhr,
also zur Sterbestunde Jesu stattfand. Auch die in der Erde vergrabenen Gußformen wurden nach einem alten Rezept aus Lehm, Stroh, Kälberhaaren
und Pferdemist hergestellt. Die Glocken selbst bestehen aus Glockenbronze (78% Kupfer, 22 % Zinn, 1 % weitere Bestandteile).
Die Kosten für die Glocken der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche hat der Kirchenbauförderverein Dietzfelbingerplatz getragen. Wegen ihrer äußerst
angespannten Finanzlage hätte die Laetare-Gemeinde sich eine solche Ausgabe auf keinen Fall leisten können. Den Löwenanteil hat eine Stifterin
aus der Gemeinde übernommen, die allerdings nicht in der Öffentlichkeit genannt werden möchte.
Fenster schließen |
|